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SBZ & DDR
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In dieser Kategorie: 280 Titel
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Die DDR-Ausreisewelle des Frühjahres 1984. Hintergründe und Bedeutung
Studienarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1,0, Universität Mannheim (Historisches Institut), Veranstaltung: Hauptseminar Zwangsmigration im 20. Jahrhundert, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit soll die DDR-Ausreisewelle des Jahres 1984 genauer unter die Lupe nehmen. Um ein möglich umfassendes Bild zu gewinnen, soll das Frühjahr 1984 aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden: die Perspektive der SED-Führung, des MfS, der Ausreisewilligen, der westdeutschen Aufnahmegesellschaft und der Bundesregierung. Dass die Aktion langfristig für die SED nicht besonders erfolgreich war, ist sich die Forschung weitgehend einig. Ein nüchterner Blick auf die Zahlen zeigt, dass die explosionsartig angestiegenen Ausreisegenehmigungen für massig Nachahmer sorgten. Dieser Effekt machte sich bereits im Februar 1984 bemerkbar. Nachdem die Anträge auf ständige Ausreise zu Beginn der Ausreisewelle Anfang 1984 bei 50.000 gelegen hatten, lagen sie bereits Ende 1985 bedingt durch den ausgelösten Sogeffekt erneut bei 53.000. Bis Mitte des Jahres 1989 stieg die Anzahl sogar auf 125.000. Bei der Betrachtung dieser Zahlen, muss man eindeutig konstatieren, dass der gewünschte Effekt der Lageberuhigung nicht eintrat. Im Gegenteil, die massenhaft genehmigten Anträge schienen die angespannte Lage im Land weiter zu befeuern. Die verschiedenen Maßnahmen, die darauf abzielten Antragssteller zur Rücknahme zu bewegen, muss man ebenfalls als erfolglos bezeichnen. Die Zahlen stiegen weiter an, während Rücknahmezahlen sanken. Ab November 1988 erhöhten sich dann die Chancen auf Ausreise durch rechtliche Änderungen. Die SED-Führung befand sich in einem Dilemma: Wenn man ausreisewillige Bürger zwingt, im Land zu bleiben, muss man damit rechnen, dass die Opposition wächst und die Lage im Land irgendwann zuspitzt. Hinzu kam der Druck von Außen, eingegangene Verträge und Vereinbarungen zu Menschenrechten einzuhalten und umzusetzen. Auf der anderen Seite musste man bei der massenhaften Genehmigung von Ausreiseanträgen, wofür man sich 1984 entschied, mit einem Sogeffekt und verstärkten Verbindungen der verbliebenen DDR-Bürger in den Westen rechnen.
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Der lange Weg zur Demokratie
Die Historiker György Dalos, Ilko-Sascha Kowalczuk und Jean-Yves Potel haben untersucht, welche Auswirkungen die vier großen revolutionären Momente der Arbeiterbewegung in Mittel- undOsteuropa auf die Entwicklung der Demokratie in ganz Europa hatten: 1953 DDR, 1956 Ungarn, 1968 CSSR und 1980 Polen. Sie sind bis heute Wegweiser für den schwierigen Prozess der Demokratisierung, der von erheblichen Rückschlägen geprägt ist - auch in Ländern, die mittlerweile der EU angehören. Die Arbeiter- und Volksaufstände zeigten trotz der sowjetischen Panzer, die sie beendeten, Wirkung: In Ungarn wurden Arbeiterräte gegründet, in der CSSR hieß die Hoffnung »Sozialismus mit menschlichem Antlitz«. Die Bevölkerung stand mehrheitlich an der Seite der Reformer und Aufständischen. Solidarnosc ist ein bemerkenswerter Sonderfall - er wirkt wie ein Vorzeichen für das Ende der sowjetischen Vorherrschaft und den Beginn eines neuen Europas. Heute ist Polen wieder mit nationalistischen Ideologien, Illiberalität und der Schwächung der Rechtsstaatlichkeit konfrontiert. Um dem zu begegnen, hilft ein Blick auf die Menschen, die sich dem Totalitarismus in Berlin, Budapest, Prag und Danzig widersetzt haben.
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Ein gebürtiger Wiener in Deutschland
1940 in Wien geboren, verleben Walter Johann Frese und sein jüngerer Bruder die ersten Kinderjahre in Wien und in Klietz, bis die Rote Armee in Österreich einmarschiert und es die beiden Jungen mit der Mutter 1945 zu Verwandten nach Sachsen verschlägt. Die Nachkriegskleidung, das Obst in Omas Stube und der Kirchgang am Sonntag sind nur einige von vielen Kindheitserinnerungen, von denen der Autor einnehmend zu berichten weiß. Aus der Perspektive des jungen Heranwachsenden entsteht ein plastisches Bilde der Lebensverhältnissen in der DDR der Fünfzigerjahre. Nach der Rückkehr des Vaters aus der Kriegsgefangenschaft beginnt eine mehr oder weniger unbeschwerte Jugend in der freien Natur. Die ersten Liebeserfahrungen, Jugendstreiche, die oft mit Prügel vom Vater endeten, Anekdoten aus der Schulzeit und seinen Lehrjahren zum Friseur folgen. 1959 muss Walter zur NVA, die Armee der DDR. Nachdem Ausscheiden aus der Armee geht Walter nach Ost-Berlin und gründet dort eine Familie. Mittlerweile ist er Friseurmeister und nimmt an internationalen Meisterschaften teil. Was die Missstände in der DDR betrifft, so nimmt Walter Frese nie ein Blatt vor dem Mund und hat dennoch keine Nachteile dadurch. Die Wiedervereinigung empfindet er als ein Einverleiben der DDR. Mit Schilderungen über seine aktive Sportzeit und der Zeit nach der Pensionierung, die Walter Frese sehr aktiv gestaltet, klingt dieser sehr abwechslungsreich Lebensbilderbogen aus.
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Rainer Eppelmann
Rainer Eppelmann blickt zum 80. Geburtstag auf sein Leben zurück. Trotz schwieriger Kindheit, Inhaftierung als Bausoldat und Verbote bei der Ausbildung studierte er Theologie und predigte als Pfarrer in der DDR. Als Bürgerrechtler destabilisierte er den Unrechtsstaat von der Kirchenkanzel aus. Zwei Attentatsversuche der Stasi überlebte er. Als Politiker führte er den "Demokratischen Aufbruch" mit in die Regierungsverantwortung hinein. Er war Minister ohne Geschäftsbereich und Minister für Abrüstung und Verteidigung (1990). Als Vorsitzender der beiden Enquete-Kommissionen war er an der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit beteiligt. Bis heute setzt er die Leitmotive "Anstoßen, Fördern, Informieren und Vernetzen" als Vorstandsvorsitzender in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur um. Eppelmann ist Vorkämpfer für die Verteidigung von Freiheit und Demokratie. Im Gespräch mit Oliver Dürkop berichtet er, wie die Diktatur den Schrecken verlor und die Angst die Seiten wechselte.
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Das große Ein Kessel Buntes-Buch
Die Fernsehshow »Ein Kessel Buntes« lockte vom 29. Januar 1972 bis zur letzten Folge am 19. Dezember 1992 das Fernsehpublikum von Ost bis West, vielmehr in ganz Europa, vor die Bildschirme. Sechsmal im Jahr wurde die glamouröse Gala produziert und am Samstagabend zur besten Fernsehzeit ausgestrahlt. 118 Sendungen gab es mit mehr als 11.000 Künstlern. Mit dabei zahlreiche internationale Stars. Gründe genug, Erinnerungen an den legendären »Kessel «, der Kultstatus erlangt hat, aufleben zu lassen. Entertainer Wolfgang Lippert, einem Millionenpublikum auch als »Lippi« bekannt, präsentiert mit dem vorliegenden Band ein buntschillerndes Kaleidoskop der »Kessel«-Erinnerungen. Bereits zum 40. »Kessel«-Geburtstag, im Januar 2012, erinnerte der MDR an die Kultshow aus der DDR und lud Lippi dazu ein, von seinen »Kessel«-Erfahrungen zu erzählen. Der große Erfolg animierte den Sender, ausführlicher und gemeinsam mit vielen Stars und Sternchen aus Ost und West tiefer in den Archiven und Geschichten um die legendäre Show zu kramen. Und so entstand die Rückschaureihe »Ein Kessel Buntes«, moderiert von Wolfgang Lippert. Mehr als 150 Künstler und Macher der Show von damals hat er zu ihren »Kessel«-Erlebnissen befragt, darunter Publikumslieblinge wie Frank Schöbel, Weltstars wie Bonnie Tyler, die Tänzerin und Choreographin Emöke Pöstenyi, der Regisseur Frank Heusing, die Kostümbildnerin Elke Schleuß-Gillmeister. Gemeinsam mit Martina Körbler, der Redakteurin der Rückschaureihe, hat Lippi mehr als 40 Interviews für diesen Band ausgesucht. Gespickt mit heiteren Anekdoten und dem Gedenken an unvergessene DDR-Stars wie Helga Hahnemann ist dieses reich bebilderte Erinnerungsbuch eine Hommage an die beliebteste Fernsehshow der DDR und ein schillerndes Zeitdokument, das Fernsehgeschichte festhält.
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Kontinuitäten und Diskontinuitäten Sozialer Arbeit nach dem Ende des Nationalsozialismus
In der Geschichte der Sozialen Arbeit wurden die Kontinuitäten der Denkweisen und Praxen des Nationalsozialismus und konzeptionell-praktische Neuorientierungen nach 1945 in der BRD und der DDR bisher in biografischen und institutionellen Einzeluntersuchungen erschlossen. Die beiden Sammelbände dagegen zeigen ein erstes Gesamttableau, in dem die Gleichzeitigkeit der Kontinuitäten und Diskontinuitäten sichtbar wird. Dabei konzentrieren sich die Beiträge in dem hier vorliegenden Band I auf ideologische und biografische Perspektiven, während die Beiträge in Band II institutionelle Deutungsmuster und Handlungsformen dokumentieren.
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Biografische Entwürfe zwischen politischem Wandel und familiärer Überlieferung in Ostdeutschland
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Women Warriors in Southeast Asia
This book brings together a wide range of case studies to explore the experiences and significance of women warriors in Southeast Asian history from ancient to contemporary times.
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WAS DICH IN WAHRHEIT HEBT UND HÄLT
Im September 1974 versucht die Ärztin Dr. Christa Schnabel, gemeinsam mit ihrem Mann und den beiden Töchtern, im umgebauten Kofferraum eines Autos von der DDR in den Westen zu gelangen. Doch die Flucht wird entdeckt. Christa Schnabel verbringt drei Jahre in unterschiedlichen Zuchthäusern der DDR, darunter das berüchtigte Frauengefängnis Hoheneck. Ihr Mann wird in Bautzen inhaftiert.In diesem bewegenden Zeitzeugenbericht schildert Christa Schnabel eindrücklich, unter welchen psychischen Schikanen sie zu leiden hatte, aber auch, was ihr geholfen hat, diese schlimme Zeit zu überstehen und am Ende Mann und Töchter wieder in Freiheit in die Arme zu schließen.Biografie; Sachbuch, Lebenserinnerungen, DDR-Aufarbeitung, DDR-Zeitzeugenbericht, DDR-Geschichte
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Wenn die Mauern niederbrechen, werden noch die Trümmer sprechen
Die Staatsführung der DDR war 1949 angetreten, das bessere Deutschland zu schaffen, einen Staat, der friedfertig, gerecht und wohlhabend sein sollte. Von Anfang an lasteten auf dem ostdeutschen Teilstaat schwere Hypotheken. Länger als die Westmächte führte die Sowjetunion umfassende Demontagen von Industrieanlagen durch, die die industrielle Basis schwächten. Am 17. Juni 1953 entlud sich der Volkszorn über niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen in einem Volksaufstand, der die ganze DDR erschütterte. Nur mit Hilfe sowjetischer Panzer konnte er niedergeschlagen werden. Die verschärfte Repression trieb immer mehr Menschen über die Berliner Sektorengrenze in den freien Westen. Am 13. August 1961 zog die Staatsführung der DDR die Notbremse. Von der KPdSU abgesegnet, riegelte sie die Sektorengrenzen zwischen der sowjetischen Zone und den drei Westzonen ab. Nach dem Bau der Mauer erlebte die DDR eine Phase relativer Ruhe und bescheidener Prosperität. Den Freiheitsdrang der Bürger konnte das SED-Regime zu keinem Zeitpunkt unterdrücken. Im Sommer 1989 kam es zu Protestaktionen der Bürgerbewegung und zur Massenflucht über Ungarn und die CSSR in den Westen. In der Nacht des 9. November 1989 wurde die Mauer geöffnet. Zehntausende Ost-Berliner strömten nach West-Berlin, wo sich die Freude in einer spontanen Wiedersehensfeier entlud. "Wahnsinn" war das Wort der Stunde.Dieses Buch schildert den Bau der Mauer, die Folgen, die das monströse Bauwerk für die Bürger in Ost und West hatte, und schließlich die Überwindung der Mauer durch die friedliche Revolution der Bürger in der DDR. Der Wille der Menschen, in Freiheit zu leben, hatte über ein politisches System gesiegt, das seine Bürger nur als Manövriermasse für eine menschenverachtende Ideologie betrachtete.
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Die Herrschaftslegitimation von Walter Ulbricht. Eine kurze Betrachtung
Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1,3, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Hausarbeit soll die Person Walter Ulbricht betrachtet und seine Herrschaftslegitimation als Oberhaupt der Deutschen Demokratischen Republik, anhand des Herrschaftsmodels des Soziologen Max Weber, untersucht werden.Die schwierige Quellenlage ergibt sich hierbei aus der Zensur innerhalb der DDR. So sind Quellen entweder nicht erhalten, sehr tendenziös oder sogar bewusst manipuliert. In dieser Arbeit werden im Besonderen die renommierten Werke ausgewiesener Biografen herangezogen, als auch ein Werk des Historikers Rainer Gries, welcher sich dezidiert der Untersuchung des Personenkults um Walter Ulbricht widmete."Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten." Diese Äußerung, welche seinerzeit der Staatsratsvorsitzende der DDR, Walter Ulbricht, in einer Pressekonferenz vom 15. Juni 1961 getätigt hat, sollte als eine der größten politischen Lügen in die Geschichte eingehen. Bereits 2 Monate darauf, am 13. August 1961, wurde mit dem Mauerbau begonnen und für die folgenden 3 Jahrzehnte wurde somit buchstäblich die Teilung der beiden deutschen Staaten zementiert.Es scheint unstrittig, dass Ulbricht als Staatsoberhaupt und maßgeblicher Initiator des Projekts Mauerbau einen Platz in der Weltgeschichte gesichert hat, doch wer war eigentlich der Mann an der Spitze des ostdeutschen Staates?
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