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Dreißigjähriger Krieg
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In dieser Kategorie: 24 Titel
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Der Westfälische Frieden. Ein zweiter Religionsfrieden für das Reich?
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: 2,0, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Institut für Geschichte), Veranstaltung: Der Westfälische Frieden 1648, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit soll ausgehend von der Untersuchung des Augsburger Religionsfriedens ein kurzer Überblick über die Entwicklungen innerhalb des Reichsverbandes gegeben werden, der in der Betrachtung und Auswertung der Religionsbestimmungen des Westfälischen Friedens endet. Infolge dieser vergleichenden Analyse beider Reichs(grund)gesetze sollen Kontinuitäten und Differenzen in der Entwicklung der religions- und damit auch verfassungsrechtlichen Gestaltung des Reiches aufgezeigt werden, was in der Diskussion mündet, ob und inwiefern der Westfälische Frieden eine Fortsetzung und Erweiterung der Augsburger Bestimmungen darstellt oder ob es sich um einen zweiten und damit "neuen" Religionsfrieden für das frühneuzeitliche Reich handelte, wobei die gewonnenen Erkenntnisse in einem knappen Ausblick überprüft werden sollen.Der Westfälische Frieden von Münster und Osnabrück beendete ein dreißigjähriges kriegerisches Ringen um Machtansprüche und Gewinnstreben zwischen den europäischen Dynastien und suchte einen erträglichen Konsens im Kampf um den wahren Glauben innerhalb des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, der bereits 150 Jahre vor den Friedensverhandlungen infolge der Reformation entbrannte, sich verschärfte und in einen Krieg mündete, der das Reich zum Schauplatz grausamer Kriegshandlungen machte, auf dem es während der Friedensverhandlungen bis zur Verkündigung des Friedens zu "kein[em] Nachlassen der Kampfanstrengung" kam, "ungeachtet der Erschöpfung der Menschen, zu deren Lasten gekämpft wurde."Neben territorialen Interessen und der angestrebten Machtausweitung der Reichsstände war es vor allem die Konfessionsfrage, die das Reich, seine Mitglieder und die ohnehin nicht mehr geschäftsfähigen Reichsinstitutionen entzweite und es trotz aller Kriegserschöpfung zu keinem Frieden kommen ließ. Dabei stand die unterschiedliche Auslegung und Geltung der Bestimmungen des Augsburger Religionsfrieden des Jahres 1555 im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen der konkurrierenden Anhänger der altgläubig-katholischen Konfession und der lutherisch-Augsburger Konfession.
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Familien-Erinnerungen aus vergangenen Jahrhunderten
Von den Greueln und Nöten des Dreißigjährigen Krieges, wie sie ein einfacher Landpfarrer erlebte, bis zu den Reisetagebüchern eines Gymnasiallehrers, der 60jährig während der Sommerfrische in der Schweiz vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs überrascht wurde, von den Schwierigkeiten eines Dorfpfarrers im Konflikt zwischen katholischer weltlicher und evangelischer geistlicher Herrschaft im 18. Jahrhundert bis zu den Erlebnissen eines Forstmeisters im zaristischen Rußland des frühen 19. Jahrhunderts, von der ausführlichen Lebensbeschreibung eines Universitätsprofessors im 18. Jahrhundert bis zu Kindheitserinnerungen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, vom Zug eines Freiwilligenkorps, das im Rahmen der Befreiungskriege 1814 ausrückte, bis zu den Einsätzen eines Pioniergenerals in den russisch-türkischen Kriegen des 19. Jahrhunderts: Von alledem berichten Vorfahren der hohenlohisch-fränkischen Familie Ebert. Begonnen von Dr. Friedrich Ebert (1882-1971), wurde die Sammlung von Lebensberichten, Tagebüchern, Nachrufen, Archivalien und Würdigungsgedichten weitergeführt, ergänzt und herausgegeben von seinem Enkel. Ausführliche Orts- und Personenregister erschließen die vielfältigen Beziehungen in der damaligen Welt.
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Familien-Erinnerungen aus vergangenen Jahrhunderten
Von den Greueln und Nöten des Dreißigjährigen Krieges, wie sie ein einfacher Landpfarrer erlebte, bis zu den Reisetagebüchern eines Gymnasiallehrers, der 60jährig während der Sommerfrische in der Schweiz vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs überrascht wurde, von den Schwierigkeiten eines Dorfpfarrers im Konflikt zwischen katholischer weltlicher und evangelischer geistlicher Herrschaft im 18. Jahrhundert bis zu den Erlebnissen eines Forstmeisters im zaristischen Rußland des frühen 19. Jahrhunderts, von der ausführlichen Lebensbeschreibung eines Universitätsprofessors im 18. Jahrhundert bis zu Kindheitserinnerungen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, vom Zug eines Freiwilligenkorps, das im Rahmen der Befreiungskriege 1814 ausrückte, bis zu den Einsätzen eines Pioniergenerals in den russisch-türkischen Kriegen des 19. Jahrhunderts: Von alledem berichten Vorfahren der hohenlohisch-fränkischen Familie Ebert. Begonnen von Dr. Friedrich Ebert (1882-1971), wurde die Sammlung von Lebensberichten, Tagebüchern, Nachrufen, Archivalien und Würdigungsgedichten weitergeführt, ergänzt und herausgegeben von seinem Enkel. Ausführliche Orts- und Personenregister erschließen die vielfältigen Beziehungen in der damaligen Welt.
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Der Schwedenkrieg
Gesammelte Texte verschiedener Autoren, aus dem 20., 19., und 17. Jhd. zum Dreissigjährigen Krieg in Memmingen und deren Umgebung. Edierte Fassung mit Worterläuterungen, um die Lesbarkeit der Texte für den Leser flüssiger zu halten.
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Caspar Heinrich von Bernstedt zu Jesuborn. Kurfürstlich Sächsischer Offizier während des Dreißigjährigen Krieges
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, , Sprache: Deutsch, Abstract: Caspar Heinrich von Bernstedt wurde am 20. Oktober 1583 in Jesuborn geboren. Sein Vater war Volkmar von Bernstedt, seine Mutter Agnes, geborene von Watzdorf. Am 4. Juli 1611 heiratete er Agnes von Wurmb. Ihre Kinder waren Maximilian und Anna Sophia.Wie viele Angehörige seines Standes schlug auch Caspar Heinrich eine militärische Laufbahn ein. Sein militärischer Werdegang, insbesondere als kurfürstlich sächsischer Kavallerie Offizier von 1619 bis zu seiner Verwundung in der Schlacht bei Breitenfeld am 17.September 1631 soll in diesem Artikel näher behandelt werden. Einige interessante Details dazu finden wir in der Leichenpredigt gehalten am 1.März 1632 in Jesuborn Als kursächsischer Offizier der Kavallerie nahm Caspar Heinrichs sowohl an den Kampfhandlungen in der Lausitz 1620 bis 1622 als auch an der Schlacht bei Breitenfeld 1631 teil. Roland Sennewald beschreibt in "Das Kursächsische Heer im Dreißigjährigen Krieg" unter anderem beide Ereignisse, woraus sich Rückschlüsse auf die Beteiligung der Kompanie Caspar Heinrichs ziehen lassen. Darauf wird weiter unten einzugehen sein.
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Böhmen unter den Habsburgern zwischen 1555 und 1618
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Historisches Seminar), Veranstaltung: Der Dreißigjährige Krieg, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Thema "Böhmen unter den Habsburgern zwischen 1555 und 1618", betrachtet nicht nur einen kleinen Ausschnitt der Geschichte eines Landes, sondern ihm kommt darüber hinaus auch eine wesentliche Bedeutung in der europäischen Geschichte zu.Zum einen stellt es exemplarisch die Konflikte dieser Zeit dar: die konfessionellen zwischen Protestanten und Katholiken, bzw. die zwischen Kaiser, König und dem nach Freiheit strebenden Volk. Diese spitzen sich immer weiter zu und gipfelten schließlich in einem Religionskrieg.Zum anderen lässt sich an diesem Thema sehr gut die Eskalation der Konflikte darstellen, die am 23. Mai 1618 schließlich zum Prager Fenstersturz führten, bei dem zwei königliche Statthalter aus einem Fenster der Prager Burg Hradschin geworfen wurden und der allgemein als Beginn des Dreißigjährigen Krieges verstanden wird.Daher möchte ich in dieser Hausarbeit die genannten drei Punkte in der Skizzierung dieser Periode besonders hervorheben.
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Ebenen der Gewalt im Dreißigjährigen Krieg
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Neuere Geschichte, Note: 1,3, Universität zu Köln (Historisches Institut), Veranstaltung: Der Dreißigjährige Krieg, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit dem Dreißigjährigen Krieg werden vor allem Stadtbrände, verwüstete Dörfer, Raub, Mord, Vergewaltigungen, Hexenverfolgung, Unterdrückung, Pest, Tod und Zerstörung assoziiert. Für Zeitgenossen und nachfolgende Generationen war die Zeit zwischen 1618 und 1648 eine bis dato nie da gewesene Konzentration von Gewalt, die erst durch die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts überboten wurde. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Begriff Gewalt hat zwar "Konjunktur", der Begriff bleibt allerdings weiterhin extrem unscharf. Gewalt bezeichnet in der Regel keine Brutalitäten und Gräueltaten, sondern dient als Bezeichnung für ein allgemeines, oft politisches Macht- oder gar "Drohpotential". Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich allerdings mit der Gewalt als physischen und symbolischen Akt wider den Menschen im Kontext des Dreißigjährigen Krieges. Dabei wird nur kurz auf den Unterschied zwischen legitimer und illegaler Gewalt eingegangen, da der Fokus auf den verschiedenen sozialen und gesellschaftlichen Bereichen, auf denen Gewalt passiert, liegt.Interessant in diesem Zusammenhang sind die vielen unterschiedlichen Ebenen, auf denen die Menschen der Gewalt ausgesetzt wurden. In der folgenden Arbeit wird der Versuch unternommen, diese Ebenen voneinander zu trennen und zu beleuchten. Da die Gewaltebenen an den Menschen, bzw. dessen Beruf, Stand und Klasse gekoppelt sind, ist es sinnvoll diese Ausarbeitung in drei größere Abschnitte zu unterteilen. Zunächst wird die zentrale Gruppe des Krieges, das Militär, dargestellt. So kann man zwischen Gewalt im Gefecht und innermilitärischen Disziplinarmaßnahmen unterscheiden. Ähnlich verhält es sich im Kapitel der zivilen Gewalt, bei der man zwischen den alltäglichen Auseinandersetzungen im Wirtshaus und den Aufständen der Bauern gegenüber dem Militär klare Grenzen ziehen kann. Im Konfessionskrieg darf dann natürlich nicht die Gewaltausübung der verschiedenen Bekenntnisrichtungen außer Acht gelassen werden, die sowohl auf physischer als auch auf symbolischer Ebene ausgeübt wurde. An dieser Stelle ist anzumerken, dass es in dieser Arbeit weniger auf die Motivation hinter den Ausübungen von Gewalt, sondern viel mehr um eine Entwirrung der verschiedenen, oftmals ineinander verwobenen und sich gegenseitig bedingenden Ebenen der Gewaltausübung geht. Unter Gewalt wird vor allen Dingen die Anwendung physischen Zwangs gegenüber dem Menschen verstanden.
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Deutsche Geschichte im Zeitalter der Gegenreformation und des Dreißigjährigen Krieges (1555-1648)
Nachdruck des Originals von 1895.
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Wallenstein
Albrecht Wallenstein was a legendary military commander and generalissimo of the Habsburg forces, yet was eventually assassinated on the orders of Emperor Ferdinand II. This accessible modern biography of Wallenstein for the English-speaking reader dispels the many historical myths surrounding this central character of the Thirty Years War.
Buch | Englisch
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Kampf für den Glauben oder territoriale Machtausdehnung?
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,3, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg, Veranstaltung: Der Dreißigjährige Krieg, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. EinleitungGustav II. Adolf ist einer der am heftigsten diskutierten Persönlichkeiten der frühen Neueren Geschichte. Seine Redegewandtheit, die Verwendung propagandistischer Mittel zu seinem Gunsten, die fortschrittliche Heeresorganisation der königlichen Armee und seine Kriegsziele wurden von dem Zeitpunkt seines Todes 1632 in der Schlacht bei Lützen bis in die moderne historische Forschung hinein sowohl gefeiert als auch kritisiert. Seit seinem Tod wenden sich die Historiker vor allem den Gründen für das Eingreifen Schwedens in dem deutschen Krieg und Kriegszielen Gustavs II. Adolf zu. Richtungsweisende Theorien stellte dabei der schwedische Historiker Oredsson Ende des 20. Jahrhunderts auf, der die Forschung an diesem Gegenstand in drei Bereiche teilte und damit Erklärungsversuche ob der unterschiedlichen wissenschaftlichen Meinungen zur Persönlichkeit des bedeutendsten schwedischen Königs des 17. Jahrhunderts zu finden suchte. Laut Oredsson könne man zwischen drei grundsätzlichen historischen Auffassungen Gustav II. Adolf betreffend unterscheiden:1. Die protestantisch - nordgermanische "Wahrheit",2. Die katholische "Wahrheit" und3. Die pazifistische "Wahrheit". Oredsson bewies in seinem Werk, dass ein jeder Historiker nur schwerlich objektiv und gegenstandsadäquat forschen könne. Vor allem in Bezug auf die Frage, ob Gustav II. Adolf die Funktion der Religion und die Frömmigkeit der schwedischen Bevölkerung ausnutzte, um einen Eroberungskrieg zur Ausdehnung der eigenen Macht durchführen zu können, habe jeder Historiker bedingt durch entweder konfessionale Gebundenheit oder aber seiner Stellung zum Kriegsbegriff noch vor Beginn seiner Forschungen zum eigentlichen Thema seine zentrale Fragestellung beantwortet. Unterschiedliche Betrachtungsweisen der Ziele Gustavs II. Adolf führen laut Oredsson zu unterschiedlichen Ergebnissen und den erwähnten Friktionen in der wissenschaftlichen Darstellung des schwedischen Königs. Sowohl wissenschaftlich als auch politisch bedingte Auseinandersetzungen entstanden meist im Zuge von Feiern und dazugehörigen Reden im Rahmen des Erinnerns an den Geburts - oder Todestag Gustavs II. Adolf. Dabei wurde vor allem die Bedeutung des Eingreifens in den Dreißigjährigen Krieg für die schwedische, deutsche und für die Geschichte Europas hinterfragt. Konflikte in der Darstellung des schwedischen Königs wurden zumeist in Tageszeitungen und historischen Zeitschriften ausgetragen.
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1618-1648: Dreißigjähriger Krieg und Westfälischer Frieden - Religionskampf und europäische Machtauseinandersetzung
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Buch | Deutsch
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Die wohl schwerste Krise der Rechtspflege im Alten Reich - Die Lähmung der Reichsjustiz vor dem Hintergrund des Vierklosterstreites
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,0, Universität Potsdam, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit dem Augsburger Religionsfrieden (ARF) von 1555 wurde die Verrechtlichung konfessionspolitischer Konflikte geschaffen, denn trotz der darin bestimmten essentiellen Vorraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben beider Konfessionen waren diverse Kontroversbereiche nur lückenhaft, unklar und kompromisshaft geregelt worden. Für das Reichskammergericht (RKG) als höchste judikative Instanz entstand mit den Bestimmungen des ARF und deren rechtlicher Einhaltung eine unredliche Stellung innerhalb einer Grauzone zwischen Recht und Glauben, Alter Kirche und Confessio Augustana sowie religiöser Wahrheitsfrage und verfassungsrechtlicher Neutralität. Da die Politik im konfessionellen Zeitalter hauptsächlich konfessionelle Politik war, stellte sich auch die Frage nach der Funktion des RKG in den religionsverfassungsrechtlichen Konflikten neu. Schon gleich nach 1555 wurde es von beiden Religionsparteiungen in Religionskonfrontationen unterschiedlichster Art und Weise um Rechtschutz angerufen - und das in regester Frequentierung. Am strittigsten erwies sich die Rechtsprechung bezüglich der Bestimmungen des ARF, die nur mangelhaft die weitere Verfahrensweise bei säkularisierten mittelbaren Klostergütern seit 1555 regelten. In diesen Zusammenhang gehört auch der so genannte "Vierklosterstreit": Jene vier verschiedenen vor dem RKG ausgetragenen Streitigkeiten sollten letzten Endes zu reichspolitischen Konsequenzen breitesten Ausmaßes, nämlich zum Zusammenbruch der außerordentlichen Revisionsinstanzen und mithin der gesamten Reichsjustiz führen. In der folgenden Abhandlung soll der Frage nachgegangen werden, wie es denn trotz der breiten Inanspruchnahme des RKG in Religionsprozessen durch Angehörige beider Konfessionsparteien und der damit scheinbar verbundenen Akzeptanz des Gerichts möglich sein konnte, es zu einem wesentlichen Teil zu lähmen und so das herbeizuführen, was Klaus Mencke als "die schwerste Krise der Rechtspflege im Alten Reich" bezeichnete (1984: 130).
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