Psychologische Kriegsführung im 2. Weltkrieg
Die britische Tarnschrift Stiegel der Holzhauer. Wehrkraftzersetzung durch medizinische Propaganda
Stiegel der Holzhauer. Was scheinbar harmlos in der Aufmachung eines Reclam-Heftchens daherkommt, hat es in sich. Es ist in Wahrheit ein Meisterstück psychologischer Kriegführung, der sogenannten Schwarzen Propaganda. Hergestellt von der Division of Psychological Warfare, einer Unterabteilung der Political Warfare Executive des britischen Foreign Office, richtete sich diese kleinformatige Tarnschrift an deutsche Soldaten und Rüstungsarbeiter. Eine Fülle von Informationen, wie man Krankheiten wie Gelbsucht und Tuberkulose mit Erfolg vortäuschen kann, um krankgeschrieben zu werden, dient nur einem Zweck: Die Kampfmoral der Soldaten bzw. der Heimatfront zu untergraben und Zweifel in die deutsche Führung zu säen, um die Effektivität der deutschen Kriegsanstrengungen zu beeinträchtigen.In diesem dezidiert biografischen Buch, die Mutter des Autors fand das Heftchen an einem Spätsommermorgen des Jahres 1943, ordnet der Autor die Tarnschrift zunächst in den erweiterten Kontext Schwarze Propaganda ein, bevor das Heft selbst zum ersten Mal als Faksimile angeboten wird.
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